Mondial de l’Auto, Paris

XPENG G9L: China-Luxus made in Austria

Wer braucht schon eine Business-Class im Flugzeug, wenn er einen XPENG G9L haben kann? Der neue Luxusliner aus China bietet mehr Annehmlichkeiten als manches Fünfsternehotel. Gebaut wird die Wellness-Lounge in Österreich.

Veröffentlicht am 21.10.2026

Mit dem neuen XPENG G9L kommt ein 5,12 Meter langer Luxusliner nach Europa, der sieben Personen Platz bietet, seine Passagiere massiert und in zwölf Minuten fast vollgeladen ist. Elektrisch öffnende Türen, ausfahrbare Trittbretter, Nappaleder, Massagefunktionen und ein 12,5-Liter-Kühlschrank – bei XPENG nennt man das Standard.

Wellness auf Rädern

Der G9L bietet Platz für sechs oder sieben Personen. Die Vordersitze passen sich dank KI und Sensoren automatisch der Körperform an. Selbst die Sitzwangen reagieren auf Kurvenfahrten. In der zweiten Reihe wird ebenfalls massiert, geheizt und belüftet. Sogar die Passagiere ganz hinten dürfen sich über klimatisierte Sitze freuen.

Für Unterhaltung sorgen ein 21,4-Zoll-Bildschirm, der aus dem Dachhimmel klappt, und 23 Lautsprecher. Vorne gibt es einen 17,3-Zoll-Touchscreen, ein Augmented-Reality-Head-up-Display und jede Menge künstliche Intelligenz. Die Scheinwerfer projizieren auf Wunsch sogar Grafiken auf die Strasse.

Wie ein Sportwagen

Unter dem ganzen Luxus steckt ordentlich Leistung. Die Allradversion bringt es auf 430 kW/585 PS und 695 Nm. Damit sprintet der Koloss in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Die 110-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 553 Kilometer Reichweite, beim Hecktriebler mit 367 PS sind es sogar 591 Kilometer.

Noch beeindruckender ist die Ladeleistung: Bis zu 540 kW sollen möglich sein. Damit dauert der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent unter zwölf Minuten. Dank Hinterradlenkung beträgt der Wendekreis trotz XXL-Format nur elf Meter.

Ein Chinese aus Graz

Eine Überraschung gibt es beim Produktionsstandort: Der XPENG G9L wird für Europa bei Magna in Graz gebaut. Dort laufen bereits andere XPENG-Modelle vom Band. Die ersten Auslieferungen sind für Dezember 2026 vorgesehen.

Was der chinesisch-österreichische Luxusliner in der Schweiz kosten wird, ist noch offen. Klar ist hingegen: Wer bisher glaubte, Luxus-SUVs müssten zwingend aus Stuttgart, München oder Ingolstadt kommen, sollte sich langsam an neue Namen gewöhnen.

Bilder: XPENG

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