Erstes Hypercar von Kimera

Kimera K-39 – 1000 PS Wahnsinn

Manche Autos wirken wie von Kindern gezeichnet, die zu viele Group-C-Rennen und Science-Fiction-Comics gesehen haben. Und genau das macht den K-39, das erste Hypercar von Kimera, so faszinierend.

Veröffentlicht am 16.05.2026

Kimera? Das sind die italienischen Verrückten, die bereits mit dem EVO37 und EVO38 bewiesen haben, dass man aus Rallye-Legenden noch brutalere Restomods bauen kann. Jetzt drehen sie komplett frei – und bauen erstmals ein eigenes Hypercar. Kein Retro-Umbau mehr, sondern ein Monster mit eigener Identität. Und was für eines.

Kampfjet auf Espresso

Unter der langen Karbon-Haut arbeitet ein von Koenigsegg entwickelter Twin-Turbo-V8 mit 1000 PS und 1200 Nm Drehmoment. Ja, genau: Koenigsegg. Aus Schweden kommen also nicht mehr nur Möbel zum Selberbauen, sondern mittlerweile auch Herztransplantationen für italienische Hypercars – bella bil quasi. Der Motor dreht bis 8250 U/min und wurde extra für den K-39 angepasst – leichter, aggressiver und direkter abgestimmt als in den stärkeren Koenigsegg-Anwendungen.

Group-C-Fieber

Optisch sieht der K-39 aus, als hätte ein Lancia Beta Montecarlo Group 5 ein Kind mit einem Le-Mans-Prototypen bekommen. Flach, breit, lang und ganz viel Spoiler. Kimera orientierte sich diesmal nicht an Rallyeautos, sondern an den brutalen Endurance-Silhouetten der 1980er-Jahre, als Rennwagen noch aussahen, als würden sie ihre Fahrer ermorden wollen. Besonders wild: die Seitenlinie. Eine Silhouette wie ein Raubtier auf Koffein. Dazu S-Duct-Aerodynamik, riesige Luftkanäle und ein Heck, das mehr Kunstwerk als Karrosserie ist.

Pikes Peak? Natürlich.

Normale Hersteller präsentieren Hypercars auf Golfplätzen und erzählen etwas von Nachhaltigkeit. Kimera legt gleich noch eins obendrauf und kündigt ein spezielles Pikes-Peak-Programm an – mit noch radikalerer Aerodynamik für die ersten zehn Kunden.

Mehr als 20 Fahrzeuge sollen bereits verkauft sein – noch bevor der Wagen überhaupt offiziell gezeigt wurde. Verständlich. Der Kimera K-39 ist ein Liebesbrief an die goldene Ära des Motorsports, geschrieben mit 1000 schwedischen PS und italienischem Pathos.

Bilder: Kimera

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