

Genesis zeigt neuen Supervulkan
Le Mans war für Genesis mehr als nur ein Rennwochenende. Mit dem neuen Magma GT3 Concept haben die Koreaner eine Designstudie präsentiert, die der GT-Konkurrenz das Fürchten lehren soll. Damit zeigt Genesis klar, wohin die Reise geht. Allerdings noch nicht, wie sie dorthin kommen.
Seismologen sagten es bereits länger voraus: Genesis wird einen Supervulkan für die Strasse bringen. Parallel zum neuen Magma GT Concept enthüllte Genesis in Le Mans auch das Magma GT3 Concept – einen Rennwagen, der die GT3-Kategorie künftig aufmischen könnte. Wer aber in der GT3-Klasse starten will, benötigt ein entsprechendes Serienfahrzeug als technische Basis. Porsche hat den 911 GT3 R. Ferrari den 296 GT3. Mercedes-AMG den GT3. Genesis dagegen hat noch gar kein Fahrzeug, das dafür infrage käme.

Fingerübung oder Kriegserklärung?
Das lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder bleibt das GT3 Concept eine Fingerübung für die Vitrine. Oder Genesis arbeitet bereits an einem entsprechenden Serienmodell. Optisch wirkt der Magma GT jedenfalls nicht wie ein gewöhnliches Konzeptauto. Die Proportionen sprechen eine klare Sprache: breite Schultern, riesiger Heckflügel, tiefe Front, gewaltige Lufteinlässe. Das Auto wirkt nicht wie eine Fingerübung eines Designstudios, sondern wie eine Kriegserklärung an die etablierte Sportwagenwelt.

Genesis selbst schweigt zu technischen Details. Weder Motor, Leistung noch Antriebskonzept wurden genannt. Das halten viele für ein Zeichen dafür, dass die Technik noch nicht final definiert wurde.

Spannend ist der Zeitpunkt
Genesis investiert derzeit massiv in Motorsport. Mit dem GMR-001 Hypercar bereitet sich die Marke auf den Einstieg in die Langstrecken-Weltmeisterschaft vor und nutzt Le Mans als globale Bühne.

Gleichzeitig soll die Magma-Submarke zum sportlichen Gegenstück der luxuriösen Genesis-Modelle werden. Der GV60 Magma wird bereits Ende Jahr in Europa erwartet. Ein Supersportwagen wäre der logische nächste Schritt. Noch ist vieles Spekulation. Doch eines wird immer deutlicher: Genesis möchte nicht länger nur eine Alternative zu BMW, Audi und Mercedes sein. Sie will ihnen schlaflose Nächte verursachen.

Bilder: Genesis


