Dakar Rallye 2026

Dacia gewinnt härteste Rallye der Welt

Was für ein Sieg! Die Dacia Sandriders gewinnen die Dakar Rallye 2026 der Welt – bei ihrer erst zweiten Teilnahme.

Veröffentlicht am 21.01.2026

«Die Dakar ist wie ein Boxkampf über zwei Wochen. Jeden Tag bekommst du Schläge – und hoffst, dass du am Ende noch stehst.» Stéphane Peterhansel weiss wovon er spricht. Schliesslich gewann er die Dakar 14 Mal. Auch dieses Jahr war es wieder eine Hochgeschwindigkeits-Tortur. 

Nach 13 brutalen Tagen, 7’976 Kilometern durch Saudi-Arabien und 4’809 Kilometern gegen die Uhr stehen Nasser Al-Attiyah und Co-Pilot Fabian Lurquin auf dem Siegerpodest. Ihr Vorsprung: 9 Minuten und 42 Sekunden. Klingt knapp – ist bei der Dakar aber eine halbe Ewigkeit.

Kontrolliert statt kopflos

«Man gewinnt die Dakar nicht mit Vollgas. Man gewinnt sie mit dem Kopf», weiss Nasser Al-Attiyah. So war der letzte Tag rund um Yanbu kein Showdown, sondern ein Lehrstück in Rennintelligenz. Das Team Al-Attiyah/Lurquin ging mit über 16 Minuten Reserve in die finale Wertungsprüfung, fuhren bewusst defensiv, liessen sogar zwei Fahrzeuge passieren – und sicherten sich so den Gesamtsieg. 

Für Al-Attiyah ist es bereits der sechste Dakar-Gesamtsieg, für Beifahrer Lurquin der erste – und damit auch der erste Triumph eines belgischen Beifahrers in der Automobil-Kategorie. 

Ein Team, vier Ankünfte, null Drama

Alle vier Dacia-Crews erreichen das Ziel in den Top 11. Sébastien Loeb und Édouard Boulanger werden Vierte – und verpassen das Podium um lächerliche 37 Sekunden. Nach Reifenschäden und Zeitverlusten ist Rang vier fast schon ein kleines Wunder.

Lucas Moraes/Dennis Zenz beenden ihre erste Dakar für Dacia auf Rang sieben, Cristina Gutiérrez/Pablo Moreno verbessern sich am letzten Tag noch auf Gesamtrang elf. Die Bilanz: Keine Ausfälle. In 13 Tagen fiel kein Dacia Sandrider öfter als einmal aus den Top 3 der Gesamtwertung. 

Mehr als ein Pokal

Dieser Sieg ist nicht nur sportlich bedeutend – er ist ein Statement. Dacia gewinnt die Dakar nicht als Exot, sondern als ernstzunehmenden Gegner. Nächster Halt: Rallye-Raid Portugal im März. Pause gibt’s keine. Legenden machen keine Ferien.

Bilder: Dacia

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