

Der Baby-Benz wird erwachsen
Was 2013 als höhergelegte A-Klasse begann, hat sich mit der neuen GLA-Generation zum Technologie-Flaggschiff im Kompaktsegment entwickelt. Neue Plattform, neue Ladeinfrastruktur und mehr Platz für alle. Oder mit anderen Worten: Der Baby-Benz ist den Kinderschuhen entwachsen.
Auf den ersten Blick wirkt der neue GLA vertraut. Dabei hat sich unterm Blech so gut wie alles verändert. Die neue MMA-Plattform wurde von Grund auf für Elektrofahrzeuge und moderne Hybridantriebe entwickelt. Mit einer Länge von 4,55 Metern legt der Kompakt-SUV gegenüber seinem Vorgänger um rund zwölf Zentimeter zu.

Der Radstand wächst auf 2,79 Meter, wodurch vor allem die Passagiere im Fond von spürbar mehr Beinfreiheit profitieren. Der Kofferraum wächst und erstmals gibt es unter der Fronthaube sogar einen Frunk für das Ladekabel oder kleinere Gepäckstücke. Mit seinen gewachsenen Abmessungen rückt der GLA näher an den GLC heran als je zuvor.
Klein, aber ganz gross bei der Technik

Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Technik. Der GLA übernimmt Systeme, die bislang der Oberklasse vorbehalten waren. Herzstück ist die 800-Volt-Architektur, die Ladeleistungen von bis zu 320 kW ermöglicht. Unter idealen Bedingungen können so bis zu 270 Kilometer WLTP-Reichweite in zehn Minuten nachgeladen werden.

Je nach Version sind Reichweiten von bis zu 657 Kilometern möglich. Gleichzeitig darf der GLA bis zu zwei Tonnen an den Haken nehmen – ein Wert, an den selbst deutlich grössere Elektro-SUV kaum heranreichen.
Der Mercedes, der mitdenkt

Der Innenraum macht einen Quantensprung. Wo früher einzelne Bildschirme auf dem Armaturenbrett standen, spannt sich nun optional der neue MBUX Superscreen über praktisch die gesamte Breite des Cockpits. Hinter einer durchgehenden Glasfläche verschmelzen Fahrerdisplay, Zentralmonitor und – je nach Ausstattung – der Bildschirm für den Beifahrer zu einer digitalen Bühne.

Das neue MBUX-System arbeitet mit künstlicher Intelligenz und verbindet verschiedene Sprachmodelle zu einem persönlichen digitalen Assistenten. Navigation, Fahrzeugeinstellungen oder Reiseplanung sollen dadurch natürlicher funktionieren als je zuvor. Der GLA hört nicht nur zu – er versteht zunehmend auch, was sein Fahrer eigentlich meint.
Ein kleines Auto mit grosser Aufgabe

Für Mercedes ist der neue GLA weit mehr als nur ein weiteres Kompakt-SUV. Als Mercedes vor wenigen Jahren seine Elektrooffensive startete, trugen die Stromer noch stolz das Kürzel EQ im Namen. Doch dieses Kapitel ist Geschichte. Der neue GLA markiert den Beginn einer neuen Strategie: Elektro- und Hybridmodelle treten künftig unter demselben Namen auf. Statt EQA oder EQB heissen die Fahrzeuge wieder GLA oder GLB. Für die Kundschaft wird die Modellpalette dadurch übersichtlicher – und Mercedes unterstreicht gleichzeitig, dass Elektroantriebe längst keine exotische Ausnahme mehr sind, sondern zur Normalität gehören.

Der Baby-Benz ist erwachsen geworden. Und wie so oft im Leben zeigt sich: Erwachsenwerden bedeutet nicht nur, grösser zu werden – sondern auch klüger.
Bilder: Mercedes-Benz


