

Dacia Striker – das Kombi-Comeback
Jahrelang galt der Kombi als Dinosaurier. Zu brav, zu praktisch, zu wenig Abenteuer. Also kauften alle SUVs. Höher, schwerer, durstiger. Nun macht ausgerechnet Dacia eine kleine Revolution. Der neue Striker sieht zwar auf den ersten Blick wie ein SUV aus, ist auf den zweiten Blick aber näher am Kombi als am SUV.
SUVs waren lange die Antwort auf fast jede Frage. Mehr Platz? SUV. Mehr Abenteuer? SUV. Mehr Lifestyle? Natürlich SUV. Inzwischen sind viele dieser Alleskönner zu übergewichtigen Nichtsmüssern geworden. Zwei Tonnen Gewicht sind längst keine Seltenheit mehr, dazu enorme Stirnflächen und Silhouetten eines dreistöckigen 70er-Jahre-Wohnblocks. Dacia geht nun einen anderen Weg.
Mehr Kombi als SUV

Mit 4,62 Metern Länge spielt der Striker zwar in der Mittelklasse, mit lediglich 1,53 Metern Höhe bleibt er jedoch deutlich flacher als klassische SUVs. Die Dachlinie erinnert eher an einen Touring als an einen Geländewagen, während die erhöhte Sitzposition und bis zu 20 Zentimeter Bodenfreiheit genau das bieten, was viele Käufer heute suchen.

Eigentlich ist der Striker genau das, was viele Hersteller längst aufgegeben haben: ein moderner Kombi. Oder, wie Dacia es formuliert: «Eine Mischung aus Limousine, Kombi und SUV – das Beste aus drei Welten.» Oder einfacher gesagt: Der Kombi ist zurück.
Leichtigkeit des Seins

Der Striker zeigt, dass Effizienz nicht automatisch Verzicht bedeutet. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 schneidet er aerodynamisch erstaunlich gut ab. Das Leergewicht beginnt – je nach Antrieb – bei rund 1400 Kilogramm und liegt damit deutlich unter vergleichbaren Modellen.
Platz ohne Platzverschwendung

Dank des langen Radstands profitieren die Fondpassagiere von grosszügigen Platzverhältnissen. Der Gepäckraum fasst rund 600 Liter und gehört damit zu den grössten seiner Klasse. Mit umgeklappter Rückbank wächst das Ladevolumen auf über 1700 Liter. Neu ist ausserdem das modulare YouClip-System, mit dem sich Halterungen für Smartphone, Tablet, Taschen oder Getränke praktisch überall im Innenraum befestigen lassen. Clever.

Weniger ist manchmal mehr
Auch optisch bleibt Dacia dem Understatement treu. Keine übertriebenen Lichtspiele, keine riesigen Kühlergrills und keine künstlichen Lufteinlässe. Stattdessen kantige Formen, robuste Kunststoffelemente und die mittlerweile markentypische Y-Lichtsignatur.

Im Innenraum dominiert Funktionalität statt Show. Digitale Instrumente, ein zentraler Touchscreen und zahlreiche praktische Ablagen sollen den Alltag erleichtern. Luxus sucht man vergeblich. Auf Komfort muss man deshalb aber nicht verzichten.

Der Dacia Striker verbindet die erhöhte Sitzposition eines Crossovers mit der Effizienz und dem Platzangebot eines klassischen Kombis. Vielleicht erleben wir gerade das Comeback einer fast vergessenen Fahrzeuggattung.
Fotos: Dacia


