Aston Martin’s Call of Duty

Martialisch: Aston Martin Dreadnought

James Bond rettete die Welt in einem DB5, V8 Vantage und DB12. Doch im echten Krieg nützen diese eleganten Sportwagen nichts. Darum hat Aston Martin den Dreadnought entwickelt – zum Glück nur virtuell für das Videospiel Call of Duty.

Veröffentlicht am 25.07.2026

Aston Martin hat schon einige aussergewöhnliche Fahrzeuge gebaut. Doch gegen den Dreadnought wirkt selbst der Aston Martin Valkyrie schon fast vernünftig. «Dreadnought» bedeutet sinngemäss «Fürchte nichts» und erinnert gleichzeitig an die legendäre HMS Dreadnought von 1906, das britische Schlachtschiff, das sämtliche damaligen Kriegsschiffe alt aussehen liess. Genau diesen Anspruch verfolgt auch der Aston Martin Dreadnought.

Krieg statt Boulevard

Die Zutaten lesen sich wie aus einem Actionfilm: militärische Panzerung, zusätzliche Treibstofftanks, Waffenfächer, intelligente Kampfsysteme und ein Allradantrieb, der jedes Gelände zur Strasse planiert. Kurz: Der Dreadnought ist gekommen, um das Schlachtfeld zu dominieren – wenn auch nur virtuell.

Der Dreadnought wurde nie für die Strasse entwickelt. Er entstand exklusiv für das Call of Duty-Universum. Genau deshalb konnten die Designer sämtliche Zwänge über Bord werfen. Keine Crashvorschriften. Keine CO?-Grenzwerte. Keine Fussgängerschutzbestimmungen. Einfach die Frage: Wie sähe ein Aston Martin aus, wenn er für den Krieg statt für den Boulevard gebaut würde?

Savile Row trifft Schützengraben

Trotz Tarnlook erkennt man sofort die Handschrift von Aston Martin. Der Lack trägt das markentypische Chiltern Green, die Karbonteile besitzen sogar ein edles Fischgrätmuster – ein Detail, das auf einem Gefechtsfahrzeug ungefähr so sinnvoll ist wie eine Rolex beim Turmspringen.

Nur weil man im Krieg ist, heisst das nicht, dass man auf Stil verzichten muss. Oxford-Tan-Leder, vergoldeter Schalthebel, goldeloxierte Türscharniere und hochwertige Karbonoberflächen erinnern eher an einen Londoner Gentleman-Club als an einen militärischen Kommandostand. Luxus endet bei Aston Martin offenbar selbst dann nicht, wenn draussen die Apokalypse ausbricht.

Natürlich mit V12

Selbstverständlich haben die Aston-Martin-Designer für den Dreadnought keinen Elektroantrieb vorgesehen, sondern einen klassischen Aston-Martin-V12. Der sonore Zwölfzylinder-Sound gehört ausdrücklich zum Konzept. Schliesslich soll sich der digitale Koloss genauso wie ein echter Aston Martin anfühlen – zumindest akustisch.

Freiheit ohne Vorschriften

Für Marek Reichman und sein Designteam dürfte dieses Projekt eine der grössten Freiheiten ihrer Karriere gewesen sein. Normalerweise kämpfen Designer gegen Homologation, Produktionskosten und Gesetzgeber. Beim Dreadnought fiel all das weg. Er ist nicht das Ergebnis eines Pflichtenhefts, sondern einer Fantasie.

Natürlich wird der Dreadnought nie vor einem Luxushotel in St. Moritz parken oder auf der Furka auftauchen. Sein Revier bleibt die virtuelle Welt von Call of Duty. Dort darf Aston Martin endlich einmal völlig hemmungslos übertreiben.

Bilder: Aston Martin

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