Exklusiver Supercar

Ares Panther ProgettoUno – Lambo-Pantera

Wem ein Lamborghini Huracán zu gewöhnlich ist, der sich aber nicht mit den Zicken eines De Tomaso Pantera herumschlagen will, für genau diese Person wurde der Ares Panther ProgettoUno gebaut – exklusiv sogar mit Schweizer Zulassung.

Veröffentlicht am 20.07.2026

Eigentlich war der De Tomaso Pantera ein grossartiges Auto – wenn es nicht kaputt war. Der italienische Sportwagen war unter anderem dafür bekannt, dass er Startschwierigkeiten hatte. Zu oft orgelte er einfach durch. Dafür hatte Elvis kein Musikgehör: Er soll deshalb mehrfach auf seinen gelben De Tomaso Pantera geschossen haben. Das hätte Alejandro De Tomaso schon Mitte der 1970er-Jahre ein Zeichen sein sollen, über bessere Qualität nachzudenken. Tat er aber nicht. Der Pantera war mit über 7200 Exemplaren das erfolgreichste Modell von De Tomaso, bevor alles den Bach runterging. Tempi passati.

Was wäre, wenn …?

Was wäre, wenn es einen Sportwagen gäbe, der das Design des Pantera hat, aber die technische Qualität eines ausgereiften Serienfahrzeugs? Diese Frage stellte sich der italienische Coachbuilder Ares Design. Bis anhin war die Automanufaktur auf Spezialanfertigungen von Spitzenmodellen spezialisiert. Oder anders gesagt: Wem das Beste zu gewöhnlich ist, ruft bei Ares Design an. Die italienische Automanufaktur macht automobile Träume wahr.

Exklusiv mit Schweizer Zulassung

Der Ares Panther ProgettoUno ist jedoch nochmals eine eigene Nummer – nämlich eine Seriennummer. Von der Kleinserie sind bislang 21 Exemplare entstanden. Umso exklusiver ist dieses Exemplar, das als einziges eine Schweizer Strassenzulassung erhalten hat.

Der Ares Panther ProgettoUno ist keine Zeitmaschine, die einfach zurückblickt – dieses Auto schreibt die Vergangenheit neu. Mit mehr PS, mehr Präzision – wie ein 1970er-Jahre-Supercar auf Steroiden. Und ja: Pop-up-Scheinwerfer. Allein dafür verdient dieses Auto einen Orden.

Perfekte Proportionen

Die Proportionen sind perfekt ausbalanciert: lange Schnauze, kurze Überhänge, breite Hüften. Die Hommage an den De Tomaso Pantera ist unübersehbar. Trotzdem ist der Ares Panther kein billiger Retro-Aufguss. Unter der Karosserie steckt die Plattform eines Lamborghini Huracán. Heisst: V10-Saugmotor, rund 610 bis 640 PS (je nach Version), 0–100 km/h in gut drei Sekunden. Höchstgeschwindigkeit? Über 325 km/h. Der Supersportwagen hat ein Allradsystem auf Haldex-Basis und schaltet über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Anders als der Huracán trägt der Ares Panther eine Karosserie aus Carbon, wodurch er leichter ist. Ein Überrollkäfig sorgt für zusätzliche Steifigkeit.

Innen gibt es weniger Retro, mehr Luxusmanufaktur. Leder, Carbon, massgeschneidert. 

«Coachbuilding at its finest»

Wie er zu fahren ist? Unsere britischen Kollegen von Top Gear hatten bereits das Vergnügen. Ihr Fazit: «One of the best modern takes on a classic supercar». Beim Ares Panther ProgettoUno sind sich die Medien erstaunlich einig – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die einen feiern ihn wie eine wiedergeborene Ikone, die anderen sehen eher ein sehr teures Designerspielzeug für Sammler. «Looks like a Pantera, drives like a Lamborghini.» Oder: «Coachbuilding at its finest.» Oder zusammengefasst: Der Ares Panther ProgettoUno ist komplett unnötig, völlig übertrieben und absurd teuer. Also exakt das, was ein richtig gutes Auto sein muss.

Insgesamt sind lediglich eine Handvoll Ares Panther entstanden. Und jedes Exemplar ist einzigartig – ganz besonders dieses Modell mit Schweizer Zulassung. Wer dieses exklusive Spielzeug kaufen will, sollte sich direkt bei Cartech in Chur melden. Und ein dickes Portemonnaie dabei haben. 

Text: Jürg Zentner

Bilder: Christian Lienhard (lienhardbildwerke.ch)

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