Es werde Geld

40 Millionen für Ferrari Luce Chassis 0

Die Story um den Ferrari Luce wird immer absurder. Ausgerechnet der Verspottete erzielt das Höchstgebot. Das erste Exemplar des Elektro-Ferrari wurde für sagenhafte 40 Millionen Dollar versteigert – der teuerste Neuwagen der Auktionsgeschichte.

Veröffentlicht am 18.08.2026

Schon der Rufpreis von rund einer halben Million Franken für den Ferrari Luce wurde im Internet verspottet. «Ziemlich viel Geld für ein iPhone» oder ähnlich lauteten die Kommentare. Nun geschah aber an der Monterey Car Week etwas Aussergewöhnliches.

RM Sotheby’s versteigerte das erste Exemplar, Chassis 0, ohne Mindestpreis. RM Sotheby’s hatte den Wert mit über 1,1 Millionen Dollar angegeben. Dann hoben ein paar Menschen ihre Bieterkarten – und hörten nicht mehr damit auf. Am Ende fiel der Hammer bei 40 Millionen Dollar.

Damit stellte der elektrische Ferrari einen Weltrekord auf: Noch nie wurde bei einer Auktion für einen fabrikneuen Wagen mehr bezahlt. Der bisherige Rekordhalter war ebenfalls ein Ferrari. 2025 brachte ein speziell konfigurierter Daytona SP3 bei einer Wohltätigkeitsauktion 26 Millionen Dollar.

Ausgerechnet der Elektro-Ferrari

Die Pointe könnte besser kaum sein. Denn noch vor wenigen Monaten galt der Luce manchen Ferraristi als Sakrileg auf Rädern. Statt den Elektro-Ferrari wie eine Batterieversion bestehender Modelle aussehen zu lassen, entschied sich Maranello für einen radikalen Schnitt. Vier Türen. Fünf Sitze. Vier Elektromotoren. Rund 1000 PS. Und eine Form, über die seit ihrer Präsentation mindestens so leidenschaftlich gestritten wird wie um moderne Kunst.

Chassis 0

Chassis 0 ist nicht einfach das erste Produktionschassis, sondern wurde von Ferraris Tailor-Made-Abteilung zum Einzelstück gemacht. Die Lackierung nennt sich «Madreperla Semi-Gloss». Spezielle Pigmente lassen die Oberfläche je nach Lichteinfall grünlich oder violett schimmern. Passend zum Namen Luce dreht sich praktisch alles um Licht.

Der astronomische Preis relativiert sich zumindest ein wenig, weil Ferrari an Chassis 0 nichts verdient. Der komplette Auktionserlös geht an die Ferrari Foundation und soll Bildungsprojekte finanzieren.

Bilder: Ferrari/RM Sotheby’s

<< Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren: